Dienstag, 10. März 2015
Fernreisebus in Südafrika
Da viele von uns Freitags und Montags Vorlesung haben stehen uns für die Reisen und Ausflüge nur Samstag/Sonntag zur Verfügung. Da die Strecke nach Durban jedoch etwas weiter ist, entschlossen wir uns zwei mal über Nacht zu fahren um dann beide Wochenendtage voll nutzen zu können. So entschieden wir uns für eine Busreise. Das von uns gewählte Unternehmen- City to City- hatte äußerst günstige Konditionen. Und auch hier hat sich wieder gezeigt: Billig ist nicht immer Gut :D Die Sitze waren sehr eng beieinander und man hatte nur sehr eingeschränkt Platz um sich zu bewegen. Die Sitze an sich waren zwar bequem gepolstert, allerdings gab es keine Vorrichtung um seine Füße abstützen zu können. Auch eine Toilette suchte man vergeblich. Glücklicherweise machten wir wenigstens einen Stopp zwischen JoBurg und Durban. Auf dem Hinweg war der Bus bereits ziemlich voll als wir einstiegen, dass heißt wir mussten alle getrennt von einander sitzen. Ich hatte Glück mit meiner Sitznachbarin, andere eher weniger(Telefongespräche über fast 2 Stunden zwischen 2-4 Uhr). Wenn man den Bus verlassen wollte (bei der Pause oder biem Ausstieg) musste man sein Ticket vorzeigen. Beim Einsteigen hingegen kümmerte sich niemand darum ob man einen gültigen Fahrschein hat, was wir alle etwas kurios fanden. Da es sich hier um einen Übernachtfahrt handelte, versuchte der größte Teil des Busses zu schlafen. Was jedoch den Fahrer (weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt) nicht daran hinderte ziemlich laute Musik zu spielen. Und zwar die ganze Nacht. Da auf beiden Strecken Musik gespielt wurde, kommt der Verdacht auf, dass es sich hierbei um Normalität handelt. Die Südafrikaner im Bus schienen sich auch nicht daran zu stören. An Schlaf war jedoch aufgrund der Musik, zumindest für mich, nicht zu denken. Irgendwann versuchte ich, lieber meine eigene Musik zu hören, als 8 Stunden lang Gospellieder hören zu müssen. Allerdings war die Musik so laut, dass ich sie selbst dann noch hörte, als ich meine eigene Musik mit Kopfhörern hören wollte. Aber auch diese beiden Nächte gingen rum, auch wenn wir alle froh waren als wir am Montag gegen 5:30 Uhr wieder in Student Town waren. Vermutlich war es für uns alle das erste mal, dass wir uns auf unser kleines Bettchen in unserer Gefängniszelle gefreut haben.
Fazit: Auf jeden Fall ein anderes Erlebnis als Busfahren in Deutschland/Europa. Das nächste mal würde ich vermutlich lieber eine etwas kostenintensivere Transportmöglichkeit wählen und dafür auf etwas mehr Komfort hoffen.

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Durban, 7-8.3.2015
Letztes Wochenende waren wir in Durban. Wir fuhren Freitags abends in JoBurg mit dem Bus los und kamen Samstags um 5:30 Uhr in Durban an. Wir waren alle gespannt und wollten unbedingt ans Meer und ein entspanntes Wochenende verbringen. Zunächst sind wir ins Hostel gefahren. Leider war es weniger sauber als erwartet - billig ist eben nicht immer gut :D. Wir ließen uns die Laune aber nicht verderben, sondern packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg zum Meer. Der Rezeptionist erklärte uns noch den Weg (was sich im nachhinein jedoch nicht als die beste Alternative rausgestellt hat^^) und wir liefen los. Angeblich sollte der ersehnte Strand nur 10 Minuten zu Fuß entfernt liegen. Allerdings kamen wir nicht besonders weit. Bereits eine Kreuzung später wurde einer aus unserer Gruppe ihr Handy aus der Tasche gestohlen. Sie fing sofort an zu schreien und erweckte so die Aufmerksamkeit einer an der Tankstelle parkenden Polizeistreife. Glück im Unglück. Die Polizisten stellen den Dieb direkt mit Maschinengewehren und sie bekam ihr Handy zurück. Jedoch mussten wir dann alle als Zeugen auf die nächste Polizeiwache und es wurde Anzeige erstattet. Ich war erstmal etwas geschockt, dass jede normale Polizeistreife mit mit einem Gewehr ausgestattet ist. Danach machten wir uns von dem Polizeirevier aus auf den Weg zum Meer. Von hier aus war es dann auch nur noch 1-2 Minuten Fußweg. Am Strand angekommen haben wir erstmal ein ausgiebiges Frühstück zu uns genommen und das schöne Wetter genossen. Der weitere Verlauf des Tages war dann zum Glück etwas entspannter. Wir gingen schwimmen, genossen die Wellen des indischen Ozeans :) und erkundeten die Strandpromenade. Da die Sonne ziemlich stark war machten sich einige von uns gegen Mittag auf den Weg zum indischen Markt, um der Sonne ein wenig zu entfliehen und noch mehr Eindrücke von der Stadt zu bekommen. Diesmal wählten wir jedoch ein Taxi, da wir dies für sicherer hielten. Der Taxifahrer war auch sehr nett und erzählte uns einiges über Durban. Unter anderem, dass Durban um einiges gefährlicher ist als JoBurg und man sich nur am Strand und in einigen wenigen Straßen sicher zu Fuß bewegen kann. Er setzte uns also vor dem indischen Markt ab und gab uns seine Nummer. Der indische Markt war jedoch eher eine Enttäuschung, da es sich mehr um einen afrikanischen als um einen indischen Markt handelte. Nach dem wir ein bisschen durch die Geschäfte gelaufen waren haben wir uns wieder ein Taxi gerufen und sind zurück zum Strand und aßen in einem Restaurant auf einem Pier. Die Lokation war wirklich schön. Der Pier war in der Nähe des Hafens, sodass wir viele riesige Frachtschiffe sehen konnten. Anschließend machten wir uns auf den Weg in unser Hostel. Jeder freute sich auf die Dusche, auch wenn man in dem Hostel selbst eigentlich lieber nichts angefasst hätte :D. Abends ging es dann in eine Bar, deren Adresse wir von einer Kellnerin an der Strandpromenade bekommen hatten (Sie schrieb und eine Liste mit sicheren Orten und Durban, nachdem sie von unserem Erlebnis am Morgen gehört hatte). Hier ließen wir den Abend dann gemütlich ausklingen. Zurück im Hostel freute sich jeder auf sein Bett, allerdings entdeckten wir einige Kakerlaken in unserm Zimmer, weshalb wir erstmal eine Stunde lang Ungeziefer jagten. Im Endeffekt hatten wir aber auch dabei noch relativ viel Spaß. Man muss hier eben alles mit Humor nehmen. Irgendwann waren wir uns dann aber sicher, dass keine weiteren Krabbeltiere in unserem Zimmer weilen und wir gingen beruhigt ins Bett.
Am nächsten Morgen ging es wieder (diesmal mit dem Taxi) zum Strand. Zunächst hieß es wieder Frühstücken. Anschließend haben wir uns Bodyboards ausgeliehen und haben uns im Wellensurfen geübt. Die größte Herausforderung hierbei ist definitv samt Board rauszuschwimmen, da man meistens von den Wellen immer wieder mit zurück an Land gespült wird :D Nach ca. 2 Stunden hatten wir den Dreh raus und konnten sogar einige Meter auf den Wellen surfen. Eine von uns hat es sogar geschafft sich von einer Welle den ganzen Weg zurück zum Strand tragen zu lassen. Danach waren wir erstmal erschöpft und lagen einfach nur in der Sonne. Gegen Nachmittag machte sich dann wieder ein Teil der Gruppe auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Diesmal stand das Fußballstadion auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin kamen wir an vielen Palmen vorbei, die Kokosnüsse trugen. Da wir ohnehin schon als "Touris" geoutet waren, hatten wir keine Hemmungen uns daran zu versuchen eine Nuss zu ernten. Zunächst versuchten wir auf den Baum zu klettern, was sich jedoch als zu schwierig herausstellte. Anschließend haben wir uns gegenseitig auf die Schultern genommen, aber auch hier haben einige cm gefehlt. Zu guter letzt haben wir unsere Schuhe und andere Gegenstände nach der Nuss geworfen. Und nach ca. 45 Minuten arbeit konnten wir stolz von uns behaupten, dass wir eine Kokosnuss geerntet haben. Lustigerweise kamen, sobald wir die Frucht aufgeschnitten hatten, eine Hand voll Affen um uns unsere Mahlzeit streitig zu machen. Dabei sollte man davon ausgehen, dass es für einen Affen doch um einiges leichter sein müsste die Nuss zu ernten. Da das Fruchtfleisch jedoch nicht so besonders geschmeckt hat (vermutlich war die Frucht noch gar nicht richtig reif) haben wir uns unserem Schicksal ergeben und den Affen das Feld überlassen. Am Stadium angekommen sind wir dann mit dem Skycar auf das Dach des Stadions gefahren. Das Stadion an sich befindet sich nur ein paar Meter von der Küste entfernt. Vom Dach des Stadions hier hatten wir einen Blick über die Küste und ganz Durban. Leider erreichte uns auf dem Dach des Stadions dann die Nachricht, dass eine weiter Person aus unserer Gruppe bestohlen wurde und diesmal war der Geldbeutel inklusiver aller Dokumente verloren. Wir machten uns also auf den Rückweg. Am Strand aßen wir dann noch eine Kleinigkeit bevor es zurück ins Hostel und dann zum Bus ging.
Fazit des Wochenendes: Der Strand, das Meer und die direkte Umgebung ist wirklich schön. Sobald man 1-2 Blocks vom Strand entfernt ist, ist die Stadt ziemlich dreckig und es laufen eher zwielichtige Gestalten herum. Es war zwar schön, die Stadt gesehen zu haben, aber einmal reicht meiner Ansicht nach auch aus.

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