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Donnerstag, 2. Juli 2015
Namibia
Donnerstag, 02. Juli 2015
In den Winterferien haben wir 2 Wochen lang einen Roadtrip durch Namibia gemacht. Leider ist es zu viel um detailliert alles zu beschreiben aber das Land hat mich sehr beeindruckt. Natürlich ist ein Roadtrip in Namibia um einiges anstrengender als in Europa. Wir hatten nur an einem einzigen Tag das Glück und durften für ca. 1 Stunde auf einer asphaltierten Straße fahren. Überwiegend sind die Straßen bloß mit Sand und Schotter ein wenig "hergerichtet" oder eben auch nicht.

Eine Straße voller Schlaglöcher ist nicht selten. Auch wenn es sehr anstrengend war zu fahren hat man die Zeit trotzdem genossen, weil man Stundenlang durch die Landschaft fährt ohne ein einziges Zeichen von menschlichem Dasein.

Unser erster Stop war im Fish River Canyon, welcher- nach dem Grand Canyon- der zweit größte Canyon in der Welt ist. Wenn man in die Schlucht hinuntersieht kommt man sich plötzlich ganz klein und verletzbar vor. Die Sicht ist atemberaubend und man realisiert erst wenn man es mit eigenen Augen sieht, wie viele wunderbare Landschaften die Natur gezaubert hat.

Anschließend ging es für uns weiter in die Wüste. Davon hat Namibia mehr als genug. Obwohl wir die Fenster und Türen unseres Autos immer schön geschlossen hatten war im ganzen Auto Staub und Sand. Der Wüstensand ist so fein, dass er sich einfach überall abgesetzt hat. Das Fahren auf den sandigen Straßen ist ein tolles Training für Fahren auf Eis. Wegrutschen und ausbrechen der Reifen stand leider auf der Tagesordnung. Aber da die Straßen ziemlich breit sind und man wie gesagt ganz alleine ist, besteht keine Gefahr, dass man in jemanden rein rutscht. Wir blieben für zwei Nächte im Namib Rand Nature Reserve auf einem Campingplatz mitten in den Dünen.

Hier waren wir die Einzigen, sodass wir diese zwei Tage- mit Ausnahme der Person die uns unseren Stellplatz gezeigt hat- keinen anderen Menschen gesehen haben. Wir waren umgeben von Sand, Zebras und Oryxantilopen.

Direkt vor unserem Campingplatz gab es ein Wasserloch, sodass die Tiere immer ganz nah zu uns gekommen sind.
Auch die Landschaft hier war wunderschön. Der Sand, der blaue Himmel und die Bäume und Büsche die trotz des trockenen Klima schaffen zu überleben und dort zu wachsen ist einfach unbeschreiblich. Wir haben uns ein bisschen in Sandboarding versucht, was jedoch sehr anstrengend ist, da man sein Board natürlich immer wieder die Düne hochtragen muss.

Der Sand ist ganz weich und zart und man sackt teilweise ziemlich ein beim laufen. Daher haben wir dann Mittags einfach nur die höchste Düne erklommen und dort die Aussicht, die Ruhe und Einsamkeit genossen. Nachts wurde uns ein unglaublichen Himmel geboten. Man realisiert richtig, dass die Erde nicht der einzige Planet im Weltraum ist, wenn man sieht wie viele Sterne da noch funkeln. Da es Winter ist und die Sonne ohnehin früher unter geht als in Europa, sind wir meistens schon gegen 21 Uhr in unser Zelt gekrochen. Leider wurde es nachts ziemlich kalt. Die Sonne wärmt einen tagsüber zwar auf, aber sobald die Wärme der Sonne fehlt, merkt man eben doch, dass Winter ist. Da wir Mädels in der ersten Nacht im Zelt so gefroren haben, haben wir den restlichen Urlaub zu dritt in einem Zweimannzelt geschlafen. So hatte wenigstens die Person in der Mitte ein bisschen wärmer. :D
Unser nächstes Ziel war Swakopmund, eine Stadt am Atlantik. Durch den Kontrast zwischen Atlantik und Wüste entstehen hier oft dicke Nebelschwaden.

Wir waren jedoch so glücklich, dass wir nur einen Tag im Nebel verbringen mussten und die restlichen zwei Tage Sonnenschein hatten. Die kleine Stadt hat wirklich schöne Flecken. Man bemerkt hier und da auch noch den deutschen Einfluss. Viele Cafés tragen deutsche Namen und man trifft unfassbar viele deutschsprachige Personen. Es gibt ganze Kirchengemeinden, die auch den Gottesdienst in Deutsch abhalten. Allerdings hat man so ein bisschen das Gefühl, dass die Entwicklung vor einigen Jahren stehen geblieben ist. Die Geschäfte machen um 6 zu und sonntags ist es streng verboten Alkohol zu kaufen. Die Restaurants schließen um 21 Uhr und danach ist die Stadt auch wie leer gefegt. Ich hatte viele tolle Sachen über Swakopmund gelesen und war im Endeffekt etwas enttäuscht. Dass Swakopmund "Deutscher als Deutschland" ist, kann ich so nicht bestätigen. Trotz allem hatten wir eine schöne Zeit dort und haben uns sogar getraut ein kurzes Bad im Atlantik zu nehmen.

Als wir Swakopmund verlassen haben führte uns unser Weg zurück zur Grenze Südafrika. Mit einigen Zwischenstops. Ein Stop war wiederum in der Wüste, in einem Research Zentrum, welches Wetterdaten sammelt, Gesteine und Bodenuntersuchungen durchführt und in diesen Gebieten auch forscht. Dieses Zentrum arbeitet mit Universitäten der ganzen Welt zusammen. Als wir ankamen, bekamen wir eine Führung über das Gelände und uns wurden die Wetterstationen erklärt. Teilweise ziemlich interessant.
Unser letzter Stop war dann ein Nationalpark an der Grenze zwischen Namibia, Botswana und Südafrika in der Kalahari. Da wir eher an der Südafrikanischen Grenze übernachteten mussten wir zunächst den Park einmal durchqueren. Leider war die Straße etwas sandig, sodass wir stecken blieben und uns andere Autofahrer helfen mussten wieder aus dem Sand rauszukommen.

Auf dem Weg durch den Park sahen wir Löwen unter einem Baum liegen
und Hyänen, die gerade ein Tier erlegt hatten und ihre Beute sicherten. Leider waren wir vermutlich etwa 5 Minuten zu spät und haben die Jagd verpasst.

Im Park haben wir dann an einem Piknik- und Aussichtspunkt zu Mittag gegessen, bevor es weiter ging zu unserem Campingplatz. Der rote Sand der Kalahari ist wirklich schön anzusehen und war nochmal eine komplett andere Art von Wüste als im Westen des Landes.
Nach unserem Aufenthalt hier ging es zurück nach Johannesburg. Nach den zwei Wochen und den vielen Erlebnissen und Erfahrungen waren wir zwar traurig, dass die gemeinsame Zeit zu einem Ende kam aber auch froh, dass wir endlich wieder ein normales Bett hatten. Trotz allem waren diese zwei Wochen ein unbeschreiblich tolles und prägendes Erlebnis.

Eine Straße voller Schlaglöcher ist nicht selten. Auch wenn es sehr anstrengend war zu fahren hat man die Zeit trotzdem genossen, weil man Stundenlang durch die Landschaft fährt ohne ein einziges Zeichen von menschlichem Dasein.

Unser erster Stop war im Fish River Canyon, welcher- nach dem Grand Canyon- der zweit größte Canyon in der Welt ist. Wenn man in die Schlucht hinuntersieht kommt man sich plötzlich ganz klein und verletzbar vor. Die Sicht ist atemberaubend und man realisiert erst wenn man es mit eigenen Augen sieht, wie viele wunderbare Landschaften die Natur gezaubert hat.

Anschließend ging es für uns weiter in die Wüste. Davon hat Namibia mehr als genug. Obwohl wir die Fenster und Türen unseres Autos immer schön geschlossen hatten war im ganzen Auto Staub und Sand. Der Wüstensand ist so fein, dass er sich einfach überall abgesetzt hat. Das Fahren auf den sandigen Straßen ist ein tolles Training für Fahren auf Eis. Wegrutschen und ausbrechen der Reifen stand leider auf der Tagesordnung. Aber da die Straßen ziemlich breit sind und man wie gesagt ganz alleine ist, besteht keine Gefahr, dass man in jemanden rein rutscht. Wir blieben für zwei Nächte im Namib Rand Nature Reserve auf einem Campingplatz mitten in den Dünen.

Hier waren wir die Einzigen, sodass wir diese zwei Tage- mit Ausnahme der Person die uns unseren Stellplatz gezeigt hat- keinen anderen Menschen gesehen haben. Wir waren umgeben von Sand, Zebras und Oryxantilopen.

Direkt vor unserem Campingplatz gab es ein Wasserloch, sodass die Tiere immer ganz nah zu uns gekommen sind.
Auch die Landschaft hier war wunderschön. Der Sand, der blaue Himmel und die Bäume und Büsche die trotz des trockenen Klima schaffen zu überleben und dort zu wachsen ist einfach unbeschreiblich. Wir haben uns ein bisschen in Sandboarding versucht, was jedoch sehr anstrengend ist, da man sein Board natürlich immer wieder die Düne hochtragen muss.

Der Sand ist ganz weich und zart und man sackt teilweise ziemlich ein beim laufen. Daher haben wir dann Mittags einfach nur die höchste Düne erklommen und dort die Aussicht, die Ruhe und Einsamkeit genossen. Nachts wurde uns ein unglaublichen Himmel geboten. Man realisiert richtig, dass die Erde nicht der einzige Planet im Weltraum ist, wenn man sieht wie viele Sterne da noch funkeln. Da es Winter ist und die Sonne ohnehin früher unter geht als in Europa, sind wir meistens schon gegen 21 Uhr in unser Zelt gekrochen. Leider wurde es nachts ziemlich kalt. Die Sonne wärmt einen tagsüber zwar auf, aber sobald die Wärme der Sonne fehlt, merkt man eben doch, dass Winter ist. Da wir Mädels in der ersten Nacht im Zelt so gefroren haben, haben wir den restlichen Urlaub zu dritt in einem Zweimannzelt geschlafen. So hatte wenigstens die Person in der Mitte ein bisschen wärmer. :D
Unser nächstes Ziel war Swakopmund, eine Stadt am Atlantik. Durch den Kontrast zwischen Atlantik und Wüste entstehen hier oft dicke Nebelschwaden.

Wir waren jedoch so glücklich, dass wir nur einen Tag im Nebel verbringen mussten und die restlichen zwei Tage Sonnenschein hatten. Die kleine Stadt hat wirklich schöne Flecken. Man bemerkt hier und da auch noch den deutschen Einfluss. Viele Cafés tragen deutsche Namen und man trifft unfassbar viele deutschsprachige Personen. Es gibt ganze Kirchengemeinden, die auch den Gottesdienst in Deutsch abhalten. Allerdings hat man so ein bisschen das Gefühl, dass die Entwicklung vor einigen Jahren stehen geblieben ist. Die Geschäfte machen um 6 zu und sonntags ist es streng verboten Alkohol zu kaufen. Die Restaurants schließen um 21 Uhr und danach ist die Stadt auch wie leer gefegt. Ich hatte viele tolle Sachen über Swakopmund gelesen und war im Endeffekt etwas enttäuscht. Dass Swakopmund "Deutscher als Deutschland" ist, kann ich so nicht bestätigen. Trotz allem hatten wir eine schöne Zeit dort und haben uns sogar getraut ein kurzes Bad im Atlantik zu nehmen.

Als wir Swakopmund verlassen haben führte uns unser Weg zurück zur Grenze Südafrika. Mit einigen Zwischenstops. Ein Stop war wiederum in der Wüste, in einem Research Zentrum, welches Wetterdaten sammelt, Gesteine und Bodenuntersuchungen durchführt und in diesen Gebieten auch forscht. Dieses Zentrum arbeitet mit Universitäten der ganzen Welt zusammen. Als wir ankamen, bekamen wir eine Führung über das Gelände und uns wurden die Wetterstationen erklärt. Teilweise ziemlich interessant.
Unser letzter Stop war dann ein Nationalpark an der Grenze zwischen Namibia, Botswana und Südafrika in der Kalahari. Da wir eher an der Südafrikanischen Grenze übernachteten mussten wir zunächst den Park einmal durchqueren. Leider war die Straße etwas sandig, sodass wir stecken blieben und uns andere Autofahrer helfen mussten wieder aus dem Sand rauszukommen.

Auf dem Weg durch den Park sahen wir Löwen unter einem Baum liegen
und Hyänen, die gerade ein Tier erlegt hatten und ihre Beute sicherten. Leider waren wir vermutlich etwa 5 Minuten zu spät und haben die Jagd verpasst.
Im Park haben wir dann an einem Piknik- und Aussichtspunkt zu Mittag gegessen, bevor es weiter ging zu unserem Campingplatz. Der rote Sand der Kalahari ist wirklich schön anzusehen und war nochmal eine komplett andere Art von Wüste als im Westen des Landes.
Nach unserem Aufenthalt hier ging es zurück nach Johannesburg. Nach den zwei Wochen und den vielen Erlebnissen und Erfahrungen waren wir zwar traurig, dass die gemeinsame Zeit zu einem Ende kam aber auch froh, dass wir endlich wieder ein normales Bett hatten. Trotz allem waren diese zwei Wochen ein unbeschreiblich tolles und prägendes Erlebnis.
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