Drakensberg Amphitheatre, 21.02.2015
Dieses Wochenende hatten wir einen Hikingtrip in den Drakensbergen geplant.

Samstags haben wir zunächst eine Tour zum Amphitheatre gemacht. Hierbei handelt es sich um eine kilometerlange, fast senkrechte Felswand.

Nachdem wir im Royal Natal Nationalpark angekommen waren, unsere Fees bezahlt hatten und alle Formulare bezüglich unserer geplanten Tour, unserer Rucksack- und Jackenfarben und unsere Handynummern und Namen angegeben hatten durften wir endlich los. Das Panorama war von unten schon so beeindruckend, dass wir es kaum erwarten konnten.

Wir starteten also morgens um 7:45 unsere Tour. Zunächst ging es bergauf und hinein in das Tal des Thukelaflusses. Um dahin zu gelangen mussten wir kleine Pfade, fast nur Trampelpfade belaufen und Wälder durchqueren.

Das Gras wächst hier unglaublich hoch, sodass es oft schwer war die Stufen und Steine in dem Weg zu erkennen. Teilweise mussten wir durch schulterhohes Gras laufen und am Anfang kam uns das schon abenteuerlich vor.

In den Wiesen waren die unterschiedlichsten, farbenfrohen Blumen versteckt.

Der Weg führte uns durch Wälder, die einem ein bisschen das Gefühl von Dschungel vermittelten. Es entdeckten erstaunlich geformte Baumstämme

und Vögel aller Farben und Arten. So früh am Morgen waren auf dem Weg auch noch nicht so viele andere unterwegs, weshalb man die Stille des Tals richtig spüren konnte.
Immer wieder kamen wir an Stellen, von denen man einen Blick über das ganze Tal hatte. Nach ca. 2 Stunden kamen wir an den Flusslauf.

Das Wasser hier ist super klar und lädt zum baden ein.

Zunächst ging es weiter auf einem schmalen Pfad, der immer wieder über Steine über die Flusslauf drüber führte. An dieser Stelle war ich dann schon dankbar, für meine Wanderschuhe, da man doch einen besseren Halt hat als in bloßen Turnschuhen. Weiter ging es irgendwann am Rande des Flusses über und zwischen Steinen und Felsbrocken, tiefer in das Tal hinein. Mittlerweile waren wir auch nicht mehr die einzigen Wanderer. Um die Mittagszeit erreichten wir eine Gabelung. Hier musste man nun entscheiden, ob man durch das Tal weiter geht und dem Flusslauf folgt,

oder ob man klettert und den etwas erhöhten Weg wählt. Wir entschieden uns zunächst für das Klettern. Wir benutzen also die angebrachte Leiter um aus dem Flussbett hinaus zu kommen. Der "Weg" hatte zwar mehr was von einer Kletterroute und ich war auch ganz dankbar, dass ich bereits etwas Erfahrung im Klettern hatte, aber wir sind dann doch alle heil oben angekommen :)
Als Belohnung haben wir hier unsere Mittagspause eingelegt, schließlich hatten wir bereits 4 Stunden Wanderung hinter uns.

Nach der Mittagspause haben wir uns mit zwei jungen Männern aus der Schweiz und England verbündet und sind weiter in das Tal geklettert, in der Hoffnung, dass wir die Wasserfälle finden. Hier hieß es dann weiter über Steine und Felsen steigen, hinein in die Berge.

Die Aussichten waren atemberaubend. Wir haben es dann auch bis zum Ende des Tals geschafft, allerdings waren keine Wasserfälle zu sehen.

Später erfuhren wir dann, dass es in den letzten Wochen zu wenig geregnet hatte und der Fluss deshalb kaum Wasser führt.
Auf unserem Rückweg aus dem Tal raus, hat es dann leider angefangen zu regnen, was den Weg etwas erschwerte. Ohnehin war das runterklettern um einiges schwieriger als das hochklettern. Auf dem Rückweg entschieden wir uns dann durch die Felsspalten zu gehen und nicht außen herum zu klettern, da wir diesen steilen Kletterpart umgehen wollten.
(Bilder können offensichtlich nur im Querformat eingefügt werden) Das hat auch einigermaßen gut geklappt, allerdings musste man etwas durch das Wasser durch, d.h. Schuhe und Hosen waren danach nass. Da wir wegen des Regens ohnehin schon gut durchfeuchtet waren, war das dann aber auch nicht so schlimm. Der Rückweg war dann eher ein möglichst zügiges gehen zum Auto, da wir alle anfingen zu frieren. Die Passagen die uns zu Beginn der Wanderung schwierig vorkamen, meisterten wir schnell und ohne Probleme. Um 17:15 haben wir dann den Parkplatz auch erreicht und waren alle glücklich uns trockene Sachen anziehen zu können.
Fazit: Die Wanderung war nicht für Anfänger aber war ein sehr schönes Erlebnis. Ich hab Muskelkater in den Armen vom Wandern (bzw Klettern) aber die Schmerzen nimmt man für diese Aussichten und das Gefühl, dieses Tal erklommen zu haben, gerne in kauf!

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