Fernreisebus in Südafrika
Da viele von uns Freitags und Montags Vorlesung haben stehen uns für die Reisen und Ausflüge nur Samstag/Sonntag zur Verfügung. Da die Strecke nach Durban jedoch etwas weiter ist, entschlossen wir uns zwei mal über Nacht zu fahren um dann beide Wochenendtage voll nutzen zu können. So entschieden wir uns für eine Busreise. Das von uns gewählte Unternehmen- City to City- hatte äußerst günstige Konditionen. Und auch hier hat sich wieder gezeigt: Billig ist nicht immer Gut :D Die Sitze waren sehr eng beieinander und man hatte nur sehr eingeschränkt Platz um sich zu bewegen. Die Sitze an sich waren zwar bequem gepolstert, allerdings gab es keine Vorrichtung um seine Füße abstützen zu können. Auch eine Toilette suchte man vergeblich. Glücklicherweise machten wir wenigstens einen Stopp zwischen JoBurg und Durban. Auf dem Hinweg war der Bus bereits ziemlich voll als wir einstiegen, dass heißt wir mussten alle getrennt von einander sitzen. Ich hatte Glück mit meiner Sitznachbarin, andere eher weniger(Telefongespräche über fast 2 Stunden zwischen 2-4 Uhr). Wenn man den Bus verlassen wollte (bei der Pause oder biem Ausstieg) musste man sein Ticket vorzeigen. Beim Einsteigen hingegen kümmerte sich niemand darum ob man einen gültigen Fahrschein hat, was wir alle etwas kurios fanden. Da es sich hier um einen Übernachtfahrt handelte, versuchte der größte Teil des Busses zu schlafen. Was jedoch den Fahrer (weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt) nicht daran hinderte ziemlich laute Musik zu spielen. Und zwar die ganze Nacht. Da auf beiden Strecken Musik gespielt wurde, kommt der Verdacht auf, dass es sich hierbei um Normalität handelt. Die Südafrikaner im Bus schienen sich auch nicht daran zu stören. An Schlaf war jedoch aufgrund der Musik, zumindest für mich, nicht zu denken. Irgendwann versuchte ich, lieber meine eigene Musik zu hören, als 8 Stunden lang Gospellieder hören zu müssen. Allerdings war die Musik so laut, dass ich sie selbst dann noch hörte, als ich meine eigene Musik mit Kopfhörern hören wollte. Aber auch diese beiden Nächte gingen rum, auch wenn wir alle froh waren als wir am Montag gegen 5:30 Uhr wieder in Student Town waren. Vermutlich war es für uns alle das erste mal, dass wir uns auf unser kleines Bettchen in unserer Gefängniszelle gefreut haben.
Fazit: Auf jeden Fall ein anderes Erlebnis als Busfahren in Deutschland/Europa. Das nächste mal würde ich vermutlich lieber eine etwas kostenintensivere Transportmöglichkeit wählen und dafür auf etwas mehr Komfort hoffen.

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