Tag 4, Rafting
Mittwochs hieß es wiederum früh los, da wir auf einen Raftingtrip wollten. Das Wetter war an diesem Tag nicht so besonders, aber da man beim Raften ohnehin nass wird, war das auch nicht so schlimm. Wir wurden dann erstmal mit ein paar anderen Touris zu dem Einstieg gefahren. Dort wurden wir mit Schwimmwesten, Helmen, einem Paddel und geeigneter Kleidung ausgestattet. Danach ging es zunächst zur Sicherheitseinweisung.

Nachdem uns alles erklärt wurde wagten wir den Abstieg ins Tal, da der Fluss von Felswänden umgeben ist und man nicht mit dem Auto ins Tal fahren kann. Für die eher untrainierten in unserer Gruppe stellte dieser Abstieg schon die erste Herausforderung dar. Die meisten von uns haben es aber doch ganz gut gemeistert. Beeindruckend war für uns alle jedoch, dass die einheimischen Jungs/Männer diesen Auf-/Abstieg mehrfach hintereinander im Laufschritt machten um diverse Kanus und natürlich unser Raftingboot nach unten zu tragen. Im Tal wurde uns zunächst einmal unser "Lifeguard" vorgestellt, der uns mit seinem Kanu begleiten sollte und uns im Notfall zur Hilfe kommen sollte. Auch hier wurden wieder einige Sicherheitsmaßnahmen erklärt. Dann ging es endlich ins Boot. Der Einstieg war an einer etwas ruhigeren Stelle, sodass wir dort erstmal alle Kommandos übten und für den Ernstfall probten.

Nach etwa 5-10 Minuten ging es dann endlich los in die Stromschnellen. Unser Steuermann manövrierte unser Boot zunächst sicher durch das Gewässer. Nach etwa der Hälfte der Strecke erzählte er uns, dass wir jetzt gerade den schwersten Teil hinter uns gebracht hatten und vor uns nur noch einfache Passagen lägen.

Damit fühlten wir uns natürlich alle schon in Sicherheit. Um die nächste Kurve kam dann aber der tatsächlich schwerste Part der Strecke und wir kenterten. Der Flip war für mich das lustigste an der ganzen Tour. Das Wasser war erstaunlich warm und auch bei dem Reinklettern ins Boot hat alles gut funktioniert. Das war dann auch schon der Höhepunkt unseres Raftingausflugs. Nach ein paar weiteren Kurven kamen wir zu unserem Landepunkt. Von dort an hieß es dann wieder samt "Gepäck" nach oben klettern. Nachdem wir alle oben angekommen waren gab es erstmal trockene Kleider und ein Mittagessen. Da an dem Tag nur 5 Leute beim rafting dabei waren kamen wir mit den Guides gut ins Gespräch. Einer von ihnen hat sich dann auch gleich angeboten uns Mittags noch die Stadt zu zeigen.
Wir wurden dann also heim gebracht und freuten uns erstmal auf eine warme Dusche. Wie beim Lunch verabredet sind wir dann nachmittags nochmal losgezogen und haben die Stadt erkundet. Hier gab es unter anderem einen Jahrhunderte alten Baum zu bestaunen. Danach sind wir zum Cagediving mit Krokodilen, da man hier die Möglichkeit hat die Krokodile anzufassen und aus der Nähe zu sehen. Natürlich hat sich niemand von uns in den Käfig getraut aber wir wurden trotzdem super freundlich aufgenommen. Einer der Wärter hat die Krokodile extra noch für uns gefüttert, damit wir Bilder machen konnten.
Danach sind wir dann alle zusammen einkaufen, da unser Guide uns zum Grillen eingeladen hatte. Gegen 19 Uhr sind wir dann mit ihm zusammen ins "Township" gefahren um bei ihm zu grillen. Das war mit das interessanteste was ich bis jetzt hier erlebt habe. Wir hatten die Möglichkeit sein Haus- in welchem er mit seinen Schwestern und deren Kindern zusammen wohnt- zu sehen und mich mit den Einheimischen intensiv zu unterhalten. Natürlich haben wir Aufmerksamkeit erregt und die Kinder sind alle gekommen und wollten uns sehen :D. Allein das Feeling in dem Township war unbeschreiblich. Absolut keine Straßenbeleuchtung und nur hier und da mal ein kleines Licht in den Häusern an. Die Straßen selbst waren natürlich nicht geteert sondern nur aus Sand aber trotzdem mit Blumen und Bäumen am Rand schön hergerichtet. Der Himmel war unfassbar schön von hier zu sehen und die Umgebung war ganz ruhig und still.
Fazit des Tages: Die Leute in Zimbabwe sind zwar arm aber alle unfassbar nett und hilfsbereit. Man kann mit allen reden und sie alles fragen und man bekommt immer eine Auskunft und Hilfe wenn man sie benötigt. Man fühlt sich sehr sicher und willkommen in diesem Land.

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