Proteste in Südafrika
Freitag, 20. November 2015
Aufgrund von geplanten Erhöhungen der Studiengebühren, sind die Studenten am Protestieren. Was zunächst harmlos an einigen Universitäten begann, hat sich mittlerweile über das ganze Land ausgebreitet. In jeder Universitätsstadt ziehen Studenten auf die Straßen, zu den Unis um gegen die Gebühren zu protestieren. Leider läuft eine solche Demonstration in Südafrika nicht ganz so friedlich ab, wie wir das aus Deutschland gewöhnt sind. Auf beiden Seiten wird Gewalt angewendet. Die Polizei setzt Schlagstöcke, Tränengas und in Extremfällen sogar Schusswaffen ein, um die Demonstrationen aufzulösen. Die Studenten dagegen brechen Zäune und Tore nieder um auf abgesperrtes Gelände zu gelangen und sind gewalttätig gegenüber Personen, die nicht mitdemonstrieren. So wurde zum Beispiel das Auto eines jungen Mann von der Masse auf den Kopf gedreht, während er im Auto saß. Der Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Die Demonstranten sind nachts auf das Universitätsgelände der UJ gestürmt und haben die abgesperrten Tore niedergerissen. Glücklicherweise haben sich die Proteste etwas gelegt, nachdem President Zuma versprochen hat, dass es für 2016 keine Erhöhung der Gebühren geben wird. Allerdings hat die Regierung kein Geld, mit dem sie die Universitäten unterstützen könnte. Daher müssen die Universitäten aus dem privaten Sektor Geld einsparen, wodurch es zu Gehaltskürzungen und Entlassungen kommt.
Um sich in die Reihe der Demonstrierenden einzureihen, haben dann nach den Studenten die Reinigungskräfte angefangen zu streiken, da sie mehr Gehalt wollen. Die Reinigungskräfte an der Uni sind von einer externen Firma angestellt, sie wollen aber lieber bei der Uni direkt beschäftigt werden. Auch hier wird nicht nur demonstriert, nein, ganze Mülltonnen werden entleert und es wird extra viel Müll erzeugt. Daher sieht das ganze Universitätsgeländer aus wie eine große Müllhalde. Und obwohl die Universität angekündigt hat, dass ab 2016 die Putzkräfte direkt bei der Uni beschäftigt werden und der Streik offiziell beendet wird, wurde die Arbeit nicht wieder aufgenommen.
Andere Länder, andere Sitten. Man gewöhnt sich an alles und lernt die Ordnung in Deutschland zu schätzen.
Um sich in die Reihe der Demonstrierenden einzureihen, haben dann nach den Studenten die Reinigungskräfte angefangen zu streiken, da sie mehr Gehalt wollen. Die Reinigungskräfte an der Uni sind von einer externen Firma angestellt, sie wollen aber lieber bei der Uni direkt beschäftigt werden. Auch hier wird nicht nur demonstriert, nein, ganze Mülltonnen werden entleert und es wird extra viel Müll erzeugt. Daher sieht das ganze Universitätsgeländer aus wie eine große Müllhalde. Und obwohl die Universität angekündigt hat, dass ab 2016 die Putzkräfte direkt bei der Uni beschäftigt werden und der Streik offiziell beendet wird, wurde die Arbeit nicht wieder aufgenommen.
Andere Länder, andere Sitten. Man gewöhnt sich an alles und lernt die Ordnung in Deutschland zu schätzen.
